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 News
nohab.hu Offline

NOHAB-Anfänger

Beiträge: 6

08.05.2015 22:37
Di3.623 Antworten

Hallo Nohab-Freunde,

beiligend findet ihr die frische Nachricht von der NOHAB-GM Stiftung Ungarn:

"Sehr geehrte Freunde,

Sicherlich ist es vielen Liebhabern der Rundnasen bekannt, dass die
Geschichte der ungarischen NOHABs nicht mit der ersten Lieferung in
1963, sondern eigentlich schon im Mai 1960 begann. Damals hat nämlich
der Hersteller eine Vorführlokomotive nach Ungarn geschickt, die auch
hierzulande die damals schon europaweit bekannten Fähigkeiten zum
größten Teil im Planeinsatz bewiesen hat. Diese Lokomotive, die später
von der Norwegischen Staatsbahn als Di3.623 in Dienst gestellt wurde,
erlangte mit ihrem äußerst erfolgreichen Gastauftritt einen festen Platz
in der ungarischen Eisenbahngeschichte, weil die mit ihr gewonnenen
günstigen Erfahrungen eindeutig entschieden haben, auf welchen
Fahrzeugtyp die Umstellung der Hauptlinien auf Dieseltraktion bei der
Ungarischen Staatsbahn basieren wird.

Wegen ihrer besonderen Rolle war der Erhalt dieser Lokomotive auch für
uns von Bedeutung, und daher haben wir bereits im Jahre 2000 über einen
möglichen Kauf der Di3.623 mit Führungskräften der Norwegischen
Staatsbahn verhandelt. Die Tatsache, dass es hierbei nicht um
"irgendeine" Rundnase geht war uns dabei sogar so wichtig, dass wir,
hätten wir damals zwischen der M61-010 oder der Di3.623 entscheiden
müssen, ohne Bedenken die letztere Lokomotive vorgezogen hätten. Leider
gingen wir damals in Norwegen leer aus - die Di3.623 wurde mit vier
weiteren Exemplaren an die Ofotbanen verkauft, nach deren Konkurs die
Lok ihren Einsatz in Schweden fortgesetzt hat. Auch in Schweden haben
wir die Lok weiterhin im Auge behalten.

Vor einem Jahr, am 17.4.2014 haben wir die schockierende Nachricht
bekommen: die Di3.623 geriet bei Fagelsjö in Brand, und der Umfang der
Schäden hat den Wiederaufbau wirtschaftlich undenkbar gemacht. Wir haben
sofort Kontakt mit dem Eigentümer aufgenommen, und haben alles in
unserer Macht Stehende getan, den Wettlauf mit der Zeit - und anderen
finanziellen Schwergewichten - zu gewinnen. Trotz aller Bemühungen blieb
die Zukunft der Lokomotive für lange Zeit unsicher, bis die schwedische
TÅGAB die Überreste gekauft hat, und damit, trotz der Entfernung von
Hauptteilen, in letzter Minute die Vernichtung dieses technischen
Meilensteins verhindert hat.

Wie schon viele Male zuvor, hat man bei TÅGAB unsere Bemühungen
unterstützt - diesmal damit, dass sie den Fahrzeugteil der Lokomotive in
transportablem Zustand an uns verkauft haben.

Zwar ist dies ein bedeutender Schritt in der Erhaltung unseres
eisenbahnhistorischen Erbes, jedoch ist es auch offensichtlich, welche
große Lasten wir damit auf uns genommen haben. Zunächst muss die
Lokomotive in absehbarer Zeit nach Ungarn gebracht werden, wobei mit
Kosten von mehreren zehntausend Euro zu rechnen sind. Erst danach kann
der Wiederaufbau der Lokomotive beginnen - zwar werden wir hierbei mit
besseren Voraussetzungen anfangen, als bei der M61-002, jedoch ist auch
im Falle der Di3.623 erheblicher Einsatz an Arbeit und Geld gefordert,
die Brandschäden zu reparieren, und die entnommenen Hauptteile zu ersetzen.

Es ist uns bewusst, dass diese Aufgaben unsere gegenwärtigen Kapazitäten
überfordern, jedoch hoffen wir, dass viele unter Euch einen - wenn auch
noch so bescheidenen - Beitrag dazu leisten werden, dass dieses auch
international bedeutende Stück der Eisenbahngeschichte nach 1960 wieder
einmal auf ungarischen Gleisen fahren wird.

Mit freundlichen Grüßen,
NOHAB-GM Stiftung"

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