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malo Offline

NOHAB-Anfänger


Beiträge: 4

16.09.2014 19:07
M61 010 (vor genau 18 Jahren...) Antworten

M61 010

Servus,


mit dieser Überschrift kann man aktuell Verwirrung stiften. War doch unlängst eine Sonderfahrt mit dieser Lok. Doch meine erste Begegnung mit der „schwarzen“ 010 fand im September 1996 statt.
Und sogar ziemlich genau vor 18 Jahren! Unglaublich, was die Zeit rennt.

Mit von der Partie war damals asr_62, der heute nur noch in Polen agiert. Auch ich bin dort die meiste Zeit unterwegs. Hie und da noch etwas Böhmen und Mähren. Nohab gibt es dort nicht.
Doch Polen bietet heute M62 in einer großen Vielfalt. Das Thema Nohab entschwindet bei mir zusehendst...

Außerdem will ich hier an diesem Punkt mit meinen Ungarn-, bzw. Nohab-Fahrten nach Tapolca der ausgehenden 90er Jahre weitermachen.
Einen ersten Beitrag dazu hatte ich im November 2013 hier im Forum schon online gestellt…

Das Vorlaufprogramm der damaligen Septemberfahrt waren 781 (Sergej) der ZSR. Dazu wurden Komaron, Sturovo, Nove Zamky, Levice, Nitra, Prievidca, Zvolen, Vrutky,
Presov und Haniska pri Kosiciach angefahren. Über Zahony, Miskolc, Budapest-Ferencvaros, Szekesfehervar schlugen wir abends am 17.09.1996 endlich in Tapolca auf.
Für den 18.09. war dann noch mit MAV M62 der Besuch von Balatonszentgyörgy , Savoly, Nagykanisza, Dombovar abgesteckt.

Endlich am 19.09. sollte es den ersten echten Tag M61 für mich geben! Die Nacht davor war stark verregnet und ich fragte mich, was das für ein Tag werden sollte.
Aber der Balaton wäre nicht er selbst gewesen! Die Sonne brannte wie üblich in den frühen Morgenstunden den Rest an Schlonz am Himmel nur so zusammen.


Am Depo war emsiges Nohab-Treiben. M61 006 und 008 standen nebst M62 246 herum. 017 sah irgendwie nicht so gut aus ob ihrer braunen Rostausbesserung am Drehgestell.
Aber was an 010 seit meinem Besuch im September 1995 geschehen war, verschlug einem fast die Sprache! Woher hätte ich es damals wissen können…
Der Kontakt zu „Jani“ kam beim zweiten Besuch so langsam zustande. Und ab da hatte man seine stets verlässliche Informationsquelle die jederzeit stundenaktuell abfragbar war.


Da stand sie, bzw. rangierte umher vom Depo zum Bahnsteig. Dazu gleisendes Sommerlicht von einem frisch ausgewaschenen Himmel.
Es muß einer der ersten Ausritte der 010 gewesen sein. Keine Fliegenleichen zierten die Front! Die dünnen schwarzen Trennlinien der beigen Streifen zum dunklen Lack waren noch gar nicht aufgetragen.


Wie oft stand man an dieser Stelle in den Jahren danach. Und sehr oft gab es da noch an den beiden Zügen, dem nach Budapest und dem nach Kaposvar, nur M61-Bespannung.
Selbst als die M62 das einzige Mittel der Wahl waren, fotografierte ich hier noch. Den M41 schenkte ich nie so recht Aufmerksamkeit.
Noch wurde hier zu den Sonntagen hin der Kies geharkt. Kaum gab es Unkraut. Und Begrenzungszeichen, Betondeckel und sonstiges im Gleisbereich war immer frisch geweißelt.


Inzwischen war auch M61 001 aus Szombathely, wo damals immer eine Nohab ein „Bett“ (Übernachtung) hatte, mit dem Zug für/nach Kaposvar eingetroffen.
Planbetrieb! Ich glaube, der Zug Szombathely – Kaposvar hieß damals schon 887. Während der nach Budapest der 9765 war.
Nervosität war bei uns immens, der Erwartungsdruck einfach vorhanden. Noch dazu lag keinerlei Streckenkenntnis vor, was mit dem Zug an Motiven machbar wäre.
Unter Stress also ein „blinder Flug“ vor und hinter dem Zug her. Meist wird sowas nie was Vernünftiges.


Gleich gibt es den Löffel für 001! Eine brüllende Ausfahrt wird folgen. Was war das für ein Gefühl zwischen beiden Loks am Bahnsteig zu stehen und die Motoren hören zu können.
Odense 2014? Ja freilich, da ging das auch, mit noch mehr Loks gleichzeitig. Aber damals war es M61, MAV, Tapolca, Balaton…


Nochmals die 010 kurz vor Abfahrt. Am kleinen Teich zwischen den Schienen sieht man, das es die Nacht zuvor gehörig geschüttet hatte.
Die Ausfahrt dieses Zuges schenkten wir uns, war doch ein allererstes brauchbares Motiv entlang der Norduferstrecke noch zu suchen.


Kurz vor Badacsonylabdihegy wurden wir fündig. Zumindest mal eine freie Stelle, die unweit einer von der Straße her zugänglichen Stelle lag, war gefunden.
Man wollte ja nach dem Bild schnell hinterher…


In Badacsonytomaj hatten wir den 9765 wieder und nach den Bildern beließen wir es mit der Verfolgung. Die Erkenntnis war noch nicht da,
das weitere Motive ohne großen Stress am ganzen Nordufer entlang hätten gemacht werden können, ohne kriminell im Straßenverkehr zu werden.


Wieder eine alles übertönende Anfahrt! 010 beschleunigt den 9765.

Bei Szepezdfürdö blieben wir erst mal. Zu essen gab es kifli und kolbasz paprika nebst Gurken, die wir aus einem coop unmittelbar an der Straßenbrücke
von Badacsonytomaj gekauft hatten. So lies es sich den Rest des Tages ernährungstechnisch aushalten.


M61 004 rollte gegen Mittag aus Richtung Balatonfüred heran.
Der hier sichtbare Fußgängersteg hatte später seine eigene Geschichte. Er wurde von einem LKW gerammt, für Fußgänger gesperrt, und konnte dennoch lange Jahre als
erhöhter Fotostandpunkt genutzt werden. Wer hält sich denn in Ungarn an ein paar gespannte Drähte und lausige Bretter? Als Zugang zum nahegelegen Füzfö (Bad)
und über die in den Sommermonaten doch stark befahrene Uferstraße hatte er seine eigentliche Funktion.


Später gab es noch die 019 mit dem 964 in Revfülöp.


Und 019 begegnete uns noch mit der Rückleistung vom 9735 zum 9736 in Alsoörs.

Mächtig gewaltig Betrieb also mit den M61 am Nordufer jener Tage. Wir verdingten uns mit dieser ersten Vorstellung über den Berg hinüber nach Veszprem und Herend,
um erneut M62 zu suchen.
Der Tag darauf war mit Besuchen in Celldömölk und Szombathely verbracht, bevor wir nach vielen weiteren M62 in den beiden Depos heimwärts fuhren.
Blut war nun endgültig geleckt. Die M61 sollte mich bis 2004 nicht mehr loslassen!

malo

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