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NOHAB-GM
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219 003-1 Offline

NOHAB-Lehrling

Beiträge: 15

28.10.2012 19:23
Sommer, Sonne, Palmen und GM-Diesel (3) m. 20 Bildern/ Link zu Tonaufnahmen Antworten

Hallo Fans lauter Diesellokomotiven,

heute geht es nun weiter mit meinem Urlaubsbericht über GM-Diesel in diesem Sommer. Draußen tanzen gerade die ersten Schneeflocken des nahenden Winter vor meinem Fenster. Kaum zu glauben, vor gerade mal 3 Wochen fotografierte ich bei Temperaturen um die 25 C° und trockener Luft unter Palmen und blauem Himmel bei Badewetter amerikanische Lokomotiven... Also, auf geht`s! Holen wir uns noch einmal den Sommer ins Haus. Wenn er auch gerade bei unserem nächsten Teil etwas Pause machte.

Heute betrachten wir das Bahnhofsfest in Mürzzuschlag mit seinen Attraktionen und verfolgen danach den Zug mit der Kennedy auf seinem Rückweg n. Slovenien bis hinter Spielfeld-Strass. In Mürzzuschlag traf ich auf meinen Kumpel Marco, ab hier ging es nun zu zweit ins Programm. Anschließend setzten wir dann langsam unsere Reise hinunter nach Split fort.



Bild 1 (10.06.2012):

nachdem unser Sonderzug mit der 661 032 Mürzzuschlag erreicht hatte, ging es nun zu Fuß rüber ins Südbahnmuseum. Unsere Lokomotive fuhr zum abstellen ebenfalls in das Museumsgelände, das sich zum Teil im Bahnbetriebswerk der ÖBB befindet. Im BW lud die ÖBB und das Museum zu einem tollen Dieselfest ein. Zahlreiche interessante Fahrzeuge waren zum besichtigen frei gegeben, neben einem Herkules, einem Triebwagen der BR 5022, einer 2068 (dieslhydrauliche Rangierlok), einer 2070, einer E-Lok der BR 1044, unserer Kennedy, 2043 005 und die hier gezeigte 2050 009. Dieses Fahrzeug, 1959 von HENSCHEL&Sohn im deutschen Kassel nach einer Lizenz von General Motors gebaut, ist eine der 3 betriebsfähigen Museumslokomotiven der ÖBB. Sie sieht leider einer ungewissen Zukunft entgegen, da die ÖBB "zu viele" Museumslokomotiven im Bestand hat. Man möchte die Lok verkaufen, genauso wie die anderen 2 betriebsfähigen 2050er 002/004. Leider ist auch die ÖBB vom traditionsreichen Unternehmen zum börsennotierenden Unternehmen umgeschwungen, das sich mit diversen fragwürdigen Geschäften in tiefrote Zahlen hineinmanövriert hat. 2009 wurde aus der 2050 009 wieder dieses Schmuckstück gemacht, sie erhielt dabei auch den hier gezeigten blutorangenen Lack zurück. Sieht sie nicht einfach nur toll aus? Sie kam übrigens mit der 2050 004 zusammen mit einem Sonderzug aus Wien hierher, der Anlass war die Überführung des Kaiserwagens, mit dem ein ranghoher österreichischer Politiker zur Festeröffnung angereist war. Marco filmte den Zug unterwegs: http://www.loksounds.eu/videos/video.php?kat=71&id=392&;
hier bei Mürzzuschlag und hier: http://www.loksounds.eu/videos/video.php...&id=391&start=0 am Hp. Küb. herrlich, das brüllen des ungedämpften 12 567c Motors. In Mürzzuschlag konnte ich beim einrücken der beiden Maschinen in das Museumsgelände diese Leerlaufszenen anfertigen, die Musik des GM-Motors wurde einmal noch durch Blasmusik unterstrichen: http://www.loksounds.eu/sounds/audio.php...&id=474&start=0 und ohne Blasmusik: http://www.loksounds.eu/sounds/audio.php...&id=475&start=0 mit kurzer Rangierfahrt. Herrlich, die Abgasschläge, die der Motor macht.

Bild 2:

hier noch mal beide österreichischen Schönheiten nebeneinander. 2050 009 und 2043 005, eine Lokomotive Made in Austria, hergestellt 1965 in Jenbach. Sie wurde zu Ehren eines Lokomotivführers, der ein Fan dieser Lok ist, vor 2 Jahren als Geburtstagsüberraschung in Linz so umlackiert. Auch mit dieser Lokomotive wurde mal auf der Mühlkreisbahn eine sehr schöne Fotosonderfahrt organisiert, wo ich bereits Bilder gezeigt habe. Ich hoffe und bete, das diese Lok als Museumsexponat einmal eine würdige Bleibe finden wird. 10.06.

Nachdem nun auch der Wiener Sonderzug angekommen war, der Kaiserwagen ins Museum rangiert war, hielt der Politiker noch eine Festrede. Nun war das Fest offiziell eröffnet, bei Einfahrt des Sonderzuges und auch zur Festeröffung wurde ein Pfeifkonzert mit den Lokomotivpfeifen durchgeführt, das aber nichts für schwache Lautsprecherboxen und Nachbarn ist: http://www.loksounds.eu/sounds/audio.php...&id=481&start=0 ich stellte mich zur 661. VORSICHT!!! EXTREM LAUT!!! Ich besichtigte die ausgestellten Fahrzeuge, es gab leckere Käsekrainer zum essen, dazu eine Limo. Später wurden dann die Lokomotiven zum fotografieren auf die Drehscheibe gefahren, stellvertretend hierzu soll unsere jugoslawische Kennedy gezeigt werden 10.06.:
Bild 3+4:



nachdem das drehen der Lok beendet war und alle Eisenbahnfans ihre Bilder im Kasten hatten, war nun "Tontime". Das Lokpersonal der Kennedy waren auch Eisenbahnfans und erfüllten uns gern unsere Wünsche. Ich darf zu Tisch bitten:

http://www.loksounds.eu/sounds/audio.php...&id=488&start=0
anlassen des 16 567c
http://www.loksounds.eu/sounds/audio.php...&id=482&start=0
hochfahren der Lokomotive, einmal per "Noce 8" und einmal stufenweise. Am Schluss nach dem abstellen des Motors, erfolgt noch ein kräftiger Pfiff mit dem amerikanischen Horn. Wohl bekomms!

nach dem wir so an diesem Tag viele tolle Eindrücke bekommen hatten, wurde es immer später. So wurde es dann langsam Zeit, an die Strecke raus zu fahren, um eine gute Stelle für den 2050-bespannten Sonderzug zurück Richtung Wien zu erwischen. Etwa 5 km oberhalb von Mürzzuschlag, in satter Steigung gelegen, fand sich ein guter Punkt, wo wir dann beide Henschel-GM`s schön verewigen konnten: http://www.loksounds.eu/sounds/audio.php...&id=476&start=0
Bild 5:

da nun auch in Kürze der GM-Zug nach Slovenien abfahren sollte, brachen wir ab und fuhren Richtung Süden. Da das Wetter alles andere als schön war, musste ein passendes Motiv gefunden werden. In Hängsberg fanden wir es. Eine Wartehalle, noch mit dem ÖBB-Pflatsch ausgerüstet! Das war unser Motiv! Bevor aber unser GM-Diesel des Weges kam, rollte uns noch dieser Güterzug vor die Linse. 10.06.
Bild 6:

und dann kam sie: 661 032 mit ihrem Sonderzug Mürzzuschlag-Ljubljana. Eine Lokomotive und ein Zug der SŽ in Österreich! 10.06. Nun hieß es, flugs hinterher! Wir sausten hinterher...
Bild 7:

um den Zug dann in Mixnitz Bärenschützklamm wieder einzuholen. Hier ging er auf die Seite, um von einem Schnellzug überholt zu werden. 10.06.
Bild 8:

Hier noch mal ein Zugportrait. Mixnitz Bärenschützklamm, 10.06.2012
Bild 9:

Nachdem auch dieser Halt zu unserer Zufriedenheit geklappt hat, fuhren wir weiter, um den Zug nochmal zwischen Graz und der slovenischen Grenze zu bekommen. Die Autobahn war da eine gute Hilfe, so konnten wir fix runter. In Wildon angekommen, fragten wir den Fahrdienstleiter, ob der Zug schon durch sei, er sagte, in 5 Minuten käme er. Passt! Und so erwischten wir ihn sogar in Sonne! Je weiter wir südlich kamen, um so sonniger wurde es. 10.06.2012
Bild 10:

Zufrieden ging es nun runter nach Spielfeld. Ein Blick in den Fahrplan zeigte uns, das der Zug in Spielfeld einen weiteren Aufenthalt hatte! So konnten wir ihn ein allerletztes mal auf slovenischem Gebiet in Cirknica mit der Kirche aufnehmen. Das Licht war grenzwertig, so wurde das Bild leider etwas unscharf. MIST! Aber das Motiv war so schön und der Lokführer gab sich so Mühe für uns, das ich das Bild trotzdem zeige. 10.06.2012

Der Tag war gut gelaufen, so, das wir nun beschlossen, Feierabend zu machen. Nun musste ein Schlafplatz her. Wir überlegten, ob wir in Slovenien oder Österreich nächtigen sollten. Wir entschieden uns, Richtung Bad Radkersburg zu fahren, da uns unser Weg morgen früh eh dort hin führen sollte. Wir wollten dann über Ljutomer-Cakovec-Varazdin-Autobahn nach Split runter. So, das wir am Nachmittag dann unten schon den Zug 60308 verfolgen konnten. Gleich bei Spielfeld fanden wir einen Mostheurigen, bei dem wir übernachteten. Ein wunderschönes Zimmer wurde uns zugeteilt. Und das für 35 Euro. Sehr günstig. Im Gasthaus aß ich dann zu Abend. Ein Heuriger macht ja alles selber. So gab es frisch gebackenes Brot, Schinken, Leberwurst, Knacker, alles eigene Herstellung. Dazu ein köstlicher Traubensaft. Der kann mit dem hierzulande erhältlichen Supermarktsäften in keinster Weise verglichen werden. Der schmeckte so gut, das ich mir noch 4 Flaschen mitnahm. Das Abendbrot schmeckte hervorragend, so, das ich hinterher gleich tief einschlief.
Bild 11:

am Morgen des 11. Juni ging es früh raus, eine lange Autofahrt stand an. Als wir die Schiene nach Bad Radkersburg lang fuhren, entdeckte Marco diesen schlumpfblauen Desastro. Wir beide hassen diese Baureihe, aber das blaue Exemplar hier in der Grazer S-Bahnlackierung (es gibt noch einen blauen 4024) war uns dann doch ein Bild wert. Vor allem Marco war geil auf das blaue Plastikmobil mit glücklich leuchtenden Augen nicht war, Marco? ging es nun in flotter Fahrt nach Kroatien rein.
Bild 12:

Leider machte auch in Kroatien der Sommer Pause. Dicke Wolken am Himmel verhießen nichts gutes. Wir benutzten die Autobahn bis Karlovac und fuhren dann die Küstenstrasse runter. Kurz vor Drniš kamen wir am Bü an, der geschlossen war! Und was kommt denn da? Ein uns unbekannter Güterzug mit Zementwagen donnerte lautstark an uns vorbei (Fahrtrichtung Knin). Der 60308 kann das aber nicht gewesen sein. Leider war das Wetter total schlecht, es goß in Strömen. 11.06.2012
Bild 13:

Wir fuhren nun weiter. Doch was war das? Bei Zitnič bog auf einmal der "echte" Zug 60308 um die Ecke! Wir drehten, sausten zurück Richtung Drniš und erwischten ihn noch gut. Im Hintergrund sind noch Kriegsruinen zu sehen. In die Wiesen sollte man hier lieber nicht gehen, da hier alles noch vermint ist. Wir standen hier auf der Leitplanke. 11.06. Das war doch ein toller Einstand. Da es bereits auf 18 Uhr zuging, beschlossen wir, die Bahn links liegen zu lassen und uns eine Übernachtung zu suchen. Ich wollte wieder in Trogir nächtigen, bei Apartmani Zorič. Wir hatten Glück, wir bekamen unser Zimmer. Es ging ja die Saison los, da wurde es nicht ganz einfach, etwas zu finden. Ich übernachte bereits seit 2008, unserem 1. Besuch hier, so, das man schon ein persönliches Verhältnis zu den Herbergsleuten hat. Ilja Zorič und ihr Mann freuten sich, als wir kamen und boten uns gleich einen selbstgebrannten Schnaps an. Da ich keinen Alkohol trinke, lehnte ich dankend ab und genoss stattdessen ein Glas Wasser. Wir mussten ja noch fahren. Zufrieden begaben wir uns an den Strand, nach einem Bad im Meer und gemütlichen Strandabendbrot ließen wir den Tag nun ausklingen. Es gab Bockwurst vom Campinggrill, frisches Brot, kroatischen Ajvar, für Marco ein Landskron Pilsner und für mich Blaubeersaft. Gute Nacht!
Bild 14:

Am nächsten Tag fuhren wir erst mal zu unserer Stamm-Bäckerei in Trogir, dort gibt es die besten Milchbrötchen weit und breit. Wir deckten uns ein, um dann den IC Neigetechnik 612 zu fotografieren. Wir suchten uns diesen Steindamm bei Bakovici aus, zu unserer Freude kam anstatt deutschem Plastikmüll eine GM mit 2 Klimawagen. 2062 026 mit dem IC Split-Zagreb am 12.06.2012 in den Kaarstbergen. Die HŽ investiert in ihre mittlerweile 40 Jahre alten GM`s, bei Hauptuntersuchungen werden die Spitzensignale auf LED-Beleuchtung umgebaut und auch die beleuchteten Loknummern oben in der Dachvoute werden wieder eingebaut und beleuchtet! Es gab eine Zeit, da wurde das Fenster blau zugemalt und bei den 2062.1 ganz weggelassen (vergleiche Bild 15 und Bild 16) schön, das man die alte Tradition wieder entdeckt. Das steht den Maschinen ausgezeichnet. Auch das Lackschema wird an das alte Jugoschema angepasst, nur halt, das die 3 Zierlinien jetzt in grau ausgeführt werden und ein großes HŽ Vuča Vlakova Logo draufgeklebt wird. Sieht irgendwie geil aus, findet ihr nicht auch? Das peppt die alten Loks auf. Bekannt in diesem "neuen" Design sind mir bisher 2062 025+026.
Bild 15:

Der Pu war als nächstes fällig. Wir überlegten, wo wir ihn am besten machten, war doch die Bergregion hier schon ziemlich ausgelutscht. Wir fanden in Bakovici einen Hang. Von oben bot sich der Blick zur Kirche und 2062 056, die mit ihrem Pu 5503 sogleich in den Hp. einfährt, 12.06.2012
Bild 16:

nun war das Motiv auch im Kasten. In der Ferne fing es plötzlich zu donnern an, das klang wie ein alter Doppeldeckerflieger. Aber wir wussten, das das nur der Zug 60309 sein konnte. Spontan fiel uns das Esig von Primorski Dolac ins Blickfeld, das wir so auch noch nicht umgesetzt hatten, 12.06.
Bild 17:

wir verfolgten den Zug und erwischten ihn auf dem Damm hinter Labin ein 2. mal. Die Schüttgutwaggons waren für Split Predgrađe bestimmt. 12.06.
Bild 18:

im Anschluss an den Güterzug wollten wir uns mal im Hafen von Šibenik umsehen. Dort waren auch noch Motive offen, die aber mangels Zugverkehr leider bisher unfotografiert blieben. Als wir nach 1-stündiger Fahrt den Hafen erreicht hatten, war gerade die Lok 2132 040, eine bei den Jenbacher Werken in Österreich gebaute Maschine dabei, zu rangieren. Hier beim umsetzen. 12.06.
Bild 19:

sie setzte sich auf diese Getreidewagen, die zum entladen auf`s Schiff bereitzustellen sind. Im Hintergrund ist die Adria zu erkennen. 12.06.
Bild 20:

Hier nochmal von der anderen Seite. Im Hintergrund die Hochhausbucht der großen Hafenstadt. Der kleine Jenbacherhobel legte jetzt richtig los und nebelte uns kräftig ein. Damit endet Teil 3. Im Teil 4 geht es weiter in das Landesinnere, auch im Raum Knin gibt es tolle Motive zu sehen. Bis später bei Teil 4.

Gruß, 219 003-1, FAUR-Power aus Rumänien für die DR-das U-Boot!!!

Herzlichen Dank an C. Gerber für die Bildbearbeitung.

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